Das Konzept

Wie entstand das Konzept?

Das Konzept des Büros zur Entwicklung und Förderung der Mülheimer Jugendkunst wurde in Kooperation von Mülheimer Jugendlichen, Volkshochschule, Mülheimer Schulen, Mülheimer Jugendeinrichtungen, Migrantenorganisationen, dem Interkulturellen Dienst, den Sozialraumkoordinatorinnen, der Ateliergemeinschaft Kunstwerk, der Stiftung LebenMülheim, dem Kulturbunker, der Bezirksamtsleitung und der Jugendpflege Mülheim erstellt und weiterentwickelt.

Es ist entstanden aus zahlreichen Einzelgesprächen mit jugendlichen Künstlern und Kulturschaffenden, den Ideen aus 6 offenen Ideenwerkstätten von 2007 – 2009 und den Erfahrungen der letzten 5 Jahre Jugendkunst- und Kulturarbeit im Bezirk.

Die Künstlerischen Potentiale Mülheims nutzen und zusammenführen

Die großen künstlerischen Potentiale der Jugendlichen (23 weiterführende Schulen, 16 Jugendeinrichtungen, 9 Jugendprojekte, 25 Migrantenselbstorganisationen und ein bunter ethniernmix) warten darauf erschlossen zu werden. Sie haben eine Schlüsselfunktion beim Bemühen, kulturelle Bildung, Identifikation und Integration in der Jugendarbeit miteinander zu verbinden.

Unter dem Gesichtspunkt, dass 2/3 der Jugendlichen allein in den Stadtteilen Buchheim, Mülheim und Buchforst Zuwanderungsgeschichte haben, ist die Jugendkunstförderung ein hervorragendes Mittel, über verschiedene Plattformen der Jugendkunst, den kulturellen Austausch zu entwickeln, kulturelle Bildung zu befördern und Segregation vorzubauen.

Die Jugendkunst ist ein Baustein bei der Vitalisierung des Gemeinwesens und des kulturellen Lebens in einem Bezirk, der noch mit den Folgen der strukturellen Brüche und der De-Industrialisierung kämpft.

Insbesondere der Ausbau des Ganztags an den Schulen in enger Verzahnung mit den Trägern der offenen Jugendarbeit und den Trägern im Bereich der Jugendkunstarbeit bietet hervorragende Chancen, Jugendkunst in den verschiedenen Genres nachhaltig und umfassend zu entwickeln.

Jugendkultur in die Stadtteile bringen

Es passiert seit Jahren sehr viel engagierte Jugendkunstarbeit in den Schulen, den Jugendeinrichtungen und Vereinen. Die Produktionen bleiben allerdings meist nur in der Institution und erreichen selten die breite Öffentlichkeit.

Übergreifende Projekte und langfristige Arbeit sind nur unter sehr großen Anstrengungen möglich. Öffentliche Wirkung und Austausch sind begrenzt. Das Büro wird die Aktivitäten, Akteure und Mittel bündeln, um sie gezielt zu fördern und im öffentlichen Raum wirksam werden zu lassen.

Das Büro zur Entwicklung und Förderung der Mülheimer Jugendkunst baut auf den seit 2007 unter der Koordination der Jugendpflege mit zahlreichen lokalen Akteuren entwickelten Ansätzen dieser Förderung auf, systematisiert sie, fächert sie auf und strebt langfristig eine kommunale und privatwirtschaftliche basierte Finanzierung an. Es führt professionelle und etablierte Kunst- und Kulturschaffende und Jugendkunst in den 9 Stadtteilen des Bezirks zusammen.

Die Elemente des Netzwerks

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